Buchbinderei

Die Tradition der Buchbinderei
Um einen Beruf mit einer langen Tradition verfügt die Buchbinderei, die bereits vor über 800 Jahren erstmals ausgeführt wurde. Gegen Ende des 12. Jahrhunderts wurden die ersten Bücher gebunden, damals noch von Mönchen in Kirchen und Klostern. Erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts erlebte die Buchbinderei ihren Höhepunkt. In dieser Zeit stieg der Bedarf an Büchern stark an, vor allem an Universitäten war die Nachfrage sehr hoch. Es entwickelte sich der Beruf des Buchbinders, der meist von ungelernten Kräften ausgeführt wurde. Sie entwickelten sich mit der Zeit ihre eigenen Techniken und professionalisierten die Buchbinderei.

Die Buchbinderei heute
Wer den Beruf des Buchbinders lernen möchte, muss in Deutschland eine dreijährige Berufsausbildung absolvieren. Es haben sich im Laufe der Jahre drei Fachrichtungen entwickelt. Die Buchfertigung befasst sich mit der maschinellen Erstellung von Büchern, während in der Druckweiterverarbeitung hauptsächlich Zeitungen und Prospekte gedruckt werden. Wer in einer dieser Fachrichtungen der Buchbinderei nachgeht, ist zumeist in Druckereien angestellt und mit der Bedienung von Maschinen beschäftigt.

In kleinen Werkstätten sind Arbeiter angestellt, die der Einzel- und Sonderanfertigung nachgehen. Sie sind noch am Nächsten mit der traditionellen Buchbinderei verbunden und binden Bücher in kleiner Zahl. Die Restaurierung alter Bücher gehört ebenfalls zu ihrem Arbeitsfeld.